Petersberger Luther Disput
Der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen (TA), Paul Josef Raue, wird gemeinsam mit dem Beauftragten der Thüringer Landesregierung zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums „Luther 2017“, Dr. Thomas A. Seidel, in den kommenden Jahren bis zum Jubiläum 500 Jahre Reformation 2017 eine besondere Veranstaltungsreihe ins Leben rufen.
Das Veranstaltungsformat orientiert sich an den Disputationes, wie sie zu Zeiten Martin Luthers in Deutschland und Europa üblich waren, um strittige Fragen zu behandeln. Jeweils zwei Disputanten werden pro Veranstaltung jeweils 5 Thesen vortragen und erläutern. Diese werden vorab in der TA veröffentlicht, so dass die inhaltliche Vorbereitung und Auseinandersetzung für alle, die sich beteiligen wollen, gut möglich ist.
Von den Disputanten soll jeweils eine/r aus Thüringen kommen. Am Abend selbst werden diese Thesen dann von den Disputanten vorgetragen und erläutert. Es schließt sich eine Phase des Disputes, des Meinungsstreites, zwischen den beiden an, bevor dann im dritten Schritt das Publikum mit einbezogen wird. Im Nachgang werden die Erträge aus der Disputation in der TA vorgestellt.
Die Themen dieser Reihe sollen einen spannungs- und beziehungsreichen Bogen von Texten des Reformators Martin Luther zu aktuellen Fragen und Brennpunkten schlagen und umgekehrt.
Den Auftakt zu den PETERSBERGER LUTHER DISPUTEN soll am 19. Oktober 2010 ein Disput zum Thema: Luther und Afghanistan – „Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können?“ (von 1526) bilden.
Die Streitpartner an diesem Abend sind der Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn, München und der Theologe und Politiker Dr. Edelbert Richter, Weimar.
Die Auftakt-Veranstaltung findet um 19 Uhr in der vormaligen Klosterkirche St. Peter & Paul auf dem Erfurter Petersberg statt. Es ist daran gedacht, diesen Disput dann auch an anderen Thüringer Reformations-Orten zu führen.
Diese Reihe wir in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Collegiatstift St. Peter & Paul e.V. organisiert.